[20.02.14] Kreiszeitung - Heide-Park-Gründer verliert Streit

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[20.02.14] Kreiszeitung - Heide-Park-Gründer verliert Streit

Beitragvon Papa » Fr 21. Feb 2014, 08:02

Hallo zusammen,

hier ein Artikel aus der Kreiszeitung zur gestrigen Verhandlung um die Lärmklage von Herrn Tiemann gegen den Heide-Park, die er verloren hat:

Heide-Park-Gründer verliert Streit um Lärm

Lüneburg - Vor dem Oberverwaltungsgericht ging es um Lärmbelästigung im Heidepark. Geklagt hatte ausgerechnet der Gründer und frühere Besitzer. Er will sein Anwesen neben dem Park verkaufen.

Der Gründer und frühere Besitzer des Heide-Parks ist im Rechtsstreit mit den neuen Eigentümern um angebliche Lärmbelästigung durch zwei neue Attraktionen gescheitert. Er hatte einst sein Wohnhaus direkt am Gelände des Freizeitparks gebaut, um unmittelbaren Zugang zu haben. Weil das Gebäude nur als Wohnhaus des Betriebsleiters genehmigt worden sei, würden höhere Grenzwerte gelten. Das entschied am Donnerstag das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg. Der Antrag des Klägers auf vorläufigen Rechtsschutz blieb somit erfolglos. Der Beschluss ist unanfechtbar. (Az. 1 ME 203/13).

Nach Angaben des Heide-Parks hatte der Gründer die Anlage im November 2001 für umgerechnet rund 150 Millionen Euro verkauft, war aber Besitzer des Grundstücksteils mit dem Wohnhaus geblieben. Die Heide-Park Soltau GmbH ist heute eine Tochter der Merlin-Gruppe.

Damit erzielten die Betreiber auch in dem parallel laufenden zweiten Verfahren einen Erfolg gegen den Gründer der Anlage. Dabei ging es um die zulässige Nutzung der Villa. In dem Anwesen dürfe nur der Betriebsleiter des Freizeitparks wohnen, entschieden die Richter am Donnerstag. Auch wenn das im Baubescheid des Heidekreises von 1985 nicht ausdrücklich vermerkt sei, so gehe diese Nutzungsbeschränkung eindeutig aus zuvor verfassten Anträgen des Klägers und anderen Auflagen bei Genehmigungen der Baubehörden hervor. (Az. 1 LB 189/11) Eine Revision gegen das Urteil über die Nutzung wurde nicht zugelassen. Dagegen kann der Kläger aber noch Beschwerde einlegen.

Die Verantwortlichen des Heide-Parks sehen in den beiden Verfahren nur einen Versuch des Gründers, den Preis seines derzeit im Internet für fünf Millionen Euro offerierten Anwesens nach oben zu treiben. „Es hat für uns den Anschein, als wolle er letztlich den Heide-Park zu einem Erwerb seiner Immobilie bewegen, indem er gegen die Baugenehmigungen vorgeht und sich so “lästig“ macht“, sagte Geschäftsführerin Sabrina de Carvalho.
(c) Kreiszeitung.de

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Re: [20.02.14] Kreiszeitung - Heide-Park-Gründer verliert St

Beitragvon Papa » Fr 21. Feb 2014, 08:54

Hallo zusammen,

auch der NDR hat zu dem Thema einen Artikel und ein Video präsentiert:

Streit um Lärm am Heidepark beendet

"Ich bin wirklich erleichtert", sagte Sabrina de Carvalho, die Geschäftsführerin des Heideparks, nachdem das Lüneburger Oberverwaltungsgericht am Donnerstag entschieden hatte. Die Richter wiesen eine Klage des Heidepark-Gründers Hans-Jürgen Tiemann zurück. Ihm sind die neuen Attraktionen des Parks zu laut, er wollte erreichen, dass die Betriebsgenehmigung für die Achterbahn und ein Showzelt wieder aufgehoben werden. Denn Tiemann besitzt eine große Villa, die unmittelbar an das Parkgelände angrenzt. Doch das Haus ist nach den Bauunterlagen lediglich ein genehmigtes Betriebsleitergebäude, wie der Richter erklärte. Hier würden höhere Lärmgrenzwerte von 65 Dezibel gelten, die aktuell nicht wesentlich überschritten würden.

Auch könne der Status des Gebäudes als Wohnhaus für einen Betriebsleiter nicht infrage gestellt werden. Deshalb lehnte das Gericht auch die zweite Klage des ehemaligen Geschäftsführers und Parkgründers Tiemann ab, die sich damit beschäftigt hatte. Eine Revision schloss das Gericht aus. Doch der Anwalt Tiemanns will Zulassungbeschwerde gegen die Revision einlegen.

Bei dem Betriebsleitergebäude handelt es sich um eine Luxusvilla mit einer Wohnfläche von 1.100 Quadratmetern, das Grundstück umfasst 30.000 Quadratmeter. So wird das Gebäude derzeit bei einem Immobilienhändler im Internet angeboten - für fünf Millionen Euro. Der ehemalige Gründer des Parks hatte die Villa in den 80er-Jahren bauen lassen. 2002 verkaufte Tiemann den Heidepark für 150 Millionen Euro und zog in die Schweiz. Das Haus wurde anfangs vermietet, jetzt fehlen die Interessenten. Seit rund neun Jahren steht es leer.

Für Heidepark-Geschäftsführerin de Carvalho war der Gerichtsprozess auch ein Bangen um einen gelungenen Saisonstart. Es hätte ein "Damoklesschwert" über ihren Köpfen geschwebt, sagte sie. Nun allerdings könnten die beiden neuen Attraktionen "Wing Coaster" und "Madagascar-Show" Ende März wie geplant geöffnet werden. Über den Streit mit dem ehemaligen Geschäftsführer schüttelt sie den Kopf. "Es hat für uns den Anschein, als wolle Herr Tiemann letztendlich den Heidepark zu einem Erwerb seiner Immobilie bewegen, indem er gegen die Baugenehmigungen vorgeht und sich so lästig macht."
(c) NDR.de

Video des Anwalts Ulf Hellmann-Sieg von Herrn Tiemann: HIER
Video der Geschäftsführerin Sabrina de Carvalho des Heide-Park: HIER

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Re: [20.02.14] Kreiszeitung - Heide-Park-Gründer verliert St

Beitragvon Park-Freak » Fr 21. Feb 2014, 09:35

Noch ist zum Glück nichts verloren - sollte die Zulassungsbeschwerde für die Revision erfolg haben, geht es in die nächste Runde.
Lösungen und Tips zu Social-Games auf Facebook findet ihr unter: https://www.youtube.com/user/Daddeldooo/videos?flow=grid&view=1
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Re: [20.02.14] Kreiszeitung - Heide-Park-Gründer verliert St

Beitragvon Andrej » Fr 21. Feb 2014, 11:23

Lieber Park-Freak,

danke für die Einspielung dieser sehr interessanten Zeilen.

Viele Grüße aus Berlin
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Re: [20.02.14] Kreiszeitung - Heide-Park-Gründer verliert St

Beitragvon Park-Freak » Fr 21. Feb 2014, 11:33

Andrej hat geschrieben:Lieber Park-Freak,

danke für die Einspielung dieser sehr interessanten Zeilen.


Habe ich da die Ironie nicht verstanden oder hast du dich einfach geirrt? Der Papa hat die Artikel zitiert - nicht ich.
Lösungen und Tips zu Social-Games auf Facebook findet ihr unter: https://www.youtube.com/user/Daddeldooo/videos?flow=grid&view=1
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Re: [20.02.14] Kreiszeitung - Heide-Park-Gründer verliert St

Beitragvon Andrej » Fr 21. Feb 2014, 11:45

Park-Freak hat geschrieben:
Andrej hat geschrieben:Lieber Park-Freak,

danke für die Einspielung dieser sehr interessanten Zeilen.


Habe ich da die Ironie nicht verstanden oder hast du dich einfach geirrt? Der Papa hat die Artikel zitiert - nicht ich.

Keine Ironie, habe mich verlesen, dachte du hast den Artikel eingespielt. :o

Interessantes Possenspiel kurz (5 Wochen) vor Parköffnung ;)

Ab in die nächste Runde, neues Spiel, neues Glück :lol:
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Re: [20.02.14] Kreiszeitung - Heide-Park-Gründer verliert St

Beitragvon Papa » Fr 21. Feb 2014, 12:45

Und noch ein Artikel zu dem Thema:

1912393_10202117202350504_2053611021_n.jpg
(c) unbekannt -> Wer kennt die Zeitung?

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Re: [20.02.14] Kreiszeitung - Heide-Park-Gründer verliert St

Beitragvon Papa » Fr 21. Feb 2014, 13:37

Auch der Weser-Kurier hat einen Artikel zum Thema veröffentlicht:

Ex-Besitzer scheitert mit Klage - Streit über Lärm im Heide-Park

Der Gründer und frühere Besitzer des Heide-Parks ist im Rechtsstreit mit den neuen Eigentümern um angebliche Lärmbelästigung durch zwei neue Attraktionen gescheitert. Er hatte einst sein Wohnhaus direkt am Gelände des Freizeitparks gebaut, um unmittelbaren Zugang zu haben. Weil das Gebäude nur als Wohnhaus des Betriebsleiters genehmigt worden sei, würden höhere Grenzwerte gelten. Das entschied gestern das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg. Der Antrag des Klägers auf vorläufigen Rechtsschutz blieb somit erfolglos. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Nach Angaben des Heide-Parks hatte der Gründer die Anlage im November 2001 für umgerechnet rund 150 Millionen Euro verkauft, war aber Besitzer des Grundstücksteils mit dem Wohnhaus geblieben. Die Heide-Park Soltau GmbH ist heute eine Tochter der Merlin-Gruppe.

Damit erzielten die Betreiber auch in dem parallel laufenden zweiten Verfahren einen Erfolg gegen den Gründer. Dabei ging es um die zulässige Nutzung der Villa. In dem Anwesen dürfe nur der Betriebsleiter wohnen, entschieden die Richter gestern. Auch wenn das im Bescheid des Baubehörde von 1985 nicht ausdrücklich vermerkt sei, gehe diese Nutzungsbeschränkung eindeutig aus früheren Anträgen des Klägers und anderen Auflagen bei Genehmigungen der Baubehörden hervor. Eine Revision gegen das Urteil über die Nutzung wurde nicht zugelassen. Dagegen kann der Kläger noch Beschwerde einlegen. Die Verantwortlichen des Heide-Parks sehen in beiden Verfahren nur den Versuch des Gründers, den Preis seines derzeit im Internet für fünf Millionen Euro offerierten Anwesens nach oben zu treiben
(c) Weser Kurier

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Re: [20.02.14] Kreiszeitung - Heide-Park-Gründer verliert St

Beitragvon Papa » Fr 21. Feb 2014, 13:39

Und weiter geht die Berichterstattung in der "Hannoverschen Allgemeinen":

Heide-Park-Gründer verliert Streit um Lärm

Vor dem Oberverwaltungsgericht ging es um Lärmbelästigung im Heidepark. Geklagt hatte ausgerechnet der Gründer und frühere Besitzer. Er will sein Anwesen neben dem Park verkaufen.

Lüneburg. Der Gründer und frühere Besitzer des Heide-Parks ist im Rechtsstreit mit den neuen Eigentümern um angebliche Lärmbelästigung durch zwei neue Attraktionen gescheitert. Er hatte einst sein Wohnhaus direkt am Gelände des Freizeitparks gebaut, um unmittelbaren Zugang zu haben. Weil das Gebäude nur als Wohnhaus des Betriebsleiters genehmigt worden sei, würden höhere Grenzwerte gelten. Das entschied am Donnerstag das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg. Der Antrag des Klägers auf vorläufigen Rechtsschutz blieb somit erfolglos. Der Beschluss ist unanfechtbar. (Az. 1 ME 203/13).

Nach Angaben des Heide-Parks hatte der Gründer die Anlage im November 2001 für umgerechnet rund 150 Millionen Euro verkauft, war aber Besitzer des Grundstücksteils mit dem Wohnhaus geblieben. Die Heide-Park Soltau GmbH ist heute eine Tochter der Merlin-Gruppe.

Damit erzielten die Betreiber auch in dem parallel laufenden zweiten Verfahren einen Erfolg gegen den Gründer der Anlage. Dabei ging es um die zulässige Nutzung der Villa. In dem Anwesen dürfe nur der Betriebsleiter des Freizeitparks wohnen, entschieden die Richter am Donnerstag. Auch wenn das im Baubescheid des Heidekreises von 1985 nicht ausdrücklich vermerkt sei, so gehe diese Nutzungsbeschränkung eindeutig aus zuvor verfassten Anträgen des Klägers und anderen Auflagen bei Genehmigungen der Baubehörden hervor. (Az. 1 LB 189/11) Eine Revision gegen das Urteil über die Nutzung wurde nicht zugelassen. Dagegen kann der Kläger aber noch Beschwerde einlegen.

Die Verantwortlichen des Heide-Parks sehen in den beiden Verfahren nur einen Versuch des Gründers, den Preis seines derzeit im Internet für fünf Millionen Euro offerierten Anwesens nach oben zu treiben. "Es hat für uns den Anschein, als wolle er letztlich den Heide-Park zu einem Erwerb seiner Immobilie bewegen, indem er gegen die Baugenehmigungen vorgeht und sich so "lästig" macht", sagte Geschäftsführerin Sabrina de Carvalho.
(c) Hannoversche Allgemeine

Gruß
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Re: [20.02.14] Kreiszeitung - Heide-Park-Gründer verliert St

Beitragvon Papa » Fr 21. Feb 2014, 13:42

Hui, noch jemand, der Interesse an dem Thema hat: Die "Neue Osnabrücker Zeitung" beschäftigt sich auch damit.

Neue Fahrgeschäfte zu laut - Heide-Park-Gründer verliert Streit um Lärm

Zwei Verfahren um mögliche Lärmbelästigung durch den Heide-Park haben am Donnerstag das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg beschäftigt. Foto: dpaZwei Verfahren um mögliche Lärmbelästigung durch den Heide-Park haben am Donnerstag das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg beschäftigt. Foto: dpa

Lüneburg. Vor dem Oberverwaltungsgericht ging es um Lärmbelästigung im Heidepark. Geklagt hatte ausgerechnet der Gründer und frühere Besitzer. Er will sein Anwesen neben dem Park verkaufen.

Der Gründer und frühere Besitzer des Heide-Parks ist im Rechtsstreit mit den neuen Eigentümern um angebliche Lärmbelästigung durch zwei neue Attraktionen gescheitert. Er hatte einst sein Wohnhaus direkt am Gelände des Freizeitparks gebaut, um unmittelbaren Zugang zu haben. Weil das Gebäude nur als Wohnhaus des Betriebsleiters genehmigt worden sei, würden höhere Grenzwerte gelten. Das entschied am Donnerstag das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg. Der Antrag des Klägers auf vorläufigen Rechtsschutz blieb somit erfolglos. Der Beschluss ist unanfechtbar. (Az. 1 ME 203/13).

Nach Angaben des Heide-Parks hatte der Gründer die Anlage im November 2001 für umgerechnet rund 150 Millionen Euro verkauft, war aber Besitzer des Grundstücksteils mit dem Wohnhaus geblieben. Die Heide-Park Soltau GmbH ist heute eine Tochter der Merlin-Gruppe.

Damit erzielten die Betreiber auch in dem parallel laufenden zweiten Verfahren einen Erfolg gegen den Gründer der Anlage. Dabei ging es um die zulässige Nutzung der Villa. In dem Anwesen dürfe nur der Betriebsleiter des Freizeitparks wohnen, entschieden die Richter am Donnerstag. Auch wenn das im Baubescheid des Heidekreises von 1985 nicht ausdrücklich vermerkt sei, so gehe diese Nutzungsbeschränkung eindeutig aus zuvor verfassten Anträgen des Klägers und anderen Auflagen bei Genehmigungen der Baubehörden hervor. (Az. 1 LB 189/11) Eine Revision gegen das Urteil über die Nutzung wurde nicht zugelassen. Dagegen kann der Kläger aber noch Beschwerde einlegen.

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(c) Neue Osnabrücker Zeitung

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Re: [20.02.14] Kreiszeitung - Heide-Park-Gründer verliert St

Beitragvon Papa » Mo 24. Feb 2014, 12:42

Hier noch die juristisch geprägte Darstellung der "Rechtslupe":

Der Heidepark Soltau – und das Wohnhaus des Gründers

Ist der Standort und die Größe eines Hauses allein durch die Tätigkeit des Bewohners als Betriebsleiter eines Freizeitparks veranlasst, muss er sich daran festhalten lassen. So kann im Zusammenhang mit dem angestrebten Verkauf des Wohnhauses einem Feststellungsbegehren nicht entsprochen werden, dass dieses Haus nicht nur von Betriebsangehörigen des Parks genutzt werden darf. Darüber hinaus sind die von zwei neuen Attraktionen des Freizeitparks ausgehenden Lärmbelastungen einem Betriebsleiter zuzumuten.

So hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in zwei hier vorliegenden Fällen bezüglich des Heideparks Soltau entschieden. Betreiber beider Verfahren ist der Gründer des Heideparks Soltau, der unmittelbar östlich des Freizeitparks in den 1980-er Jahren auf einem von Wald umgebenen Areal ein Wohnhaus mit ca. 700 m² Wohnfläche errichtet. Den Freizeitpark hatte er Ende der 1990-er Jahre verkauft. Im Zusammenhang mit dem angestrebten Verkauf des Wohnhauses begehrte er die Feststellung, dass dieses nicht nur von Betriebsangehörigen des Parks genutzt werden darf. Das Verwaltungsgericht hatte seinem Feststellungsbegehren entsprochen. Dagegen hat der jetzigen Betreibers des Heideparks Berufung eingelegt.

In seiner Urteilsbegründung hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht besonders darauf abgestellt, dass in allen Genehmigungsverfahren der Kläger angeführt hatte, Standort und Größe des Hauses seien allein durch seine Tätigkeit als Betriebsleiter des Heideparks veranlasst. Daran muss er sich festhalten lassen.

Vor diesem Hintergrund blieb auch die Beschwerde (1 ME 203/13) erfolglos: Ein Abwehranspruch gegen die Genehmigung der zwei neuen Attraktionen des Heideparks (sog. Wing-Coaster und Madagaskar-Show) steht dem Beschwerdeführer nicht zu. Die davon ausgehenden Lärmbelastungen sind einem Betriebsleiter zuzumuten.

Der Beschluss im Beschwerdeverfahren ist unanfechtbar. Gegen das Urteil im Berufungsverfahren hat das Oberverwaltungsgericht die Revision zum Bundesverwaltungsgericht nicht zugelassen.

Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht, Urteil vom 21. Februar 2014 – 1 LB 189/11; Beschluss vom 21. Februar 2014 – 1 ME 203/13
(c) Rechtslupe.de

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